Thomas Cook pleite – Was tun bei gebuchter Reise?

Bis Sonntagabend versuchte Thomas Cook noch, die anstehende Pleite zu vermeiden. Dementsprechend standen noch Verhandlungen mit Investoren an. Jetzt wurde öffentlich bekannt gegeben, dass der Touristikkonzern am Ende ist. Da alle Flüge des Veranstalters umgehend gestrichen wurden, startet Großbritannien jetzt eine große Rückholaktion für alle Urlauber.

Das Geschäft wurde vom Touristikkonzern Thomas Cook wurde eingestellt. Trotz aller Bemühungen konnte laut Joachim Cäsar-Preller, Reiserecht Anwalt aus Wiesbaden, der Konzern nicht gerettet werden. Ein Anwalt von Condor teilte bereits in der Nacht mit, dass alle Flüge gestrichen wurden. Zum Konzern gehören Condor und Neckermann-Reisen. Condor hat ebenfalls eine staatliche Hilfe beantragt, gab der Condor Anwalt bekannt.

Thomas Cook lotet alle Optionen aus

Das Unternehmen Thomas Cook steht laut dem Anwalt aus Wiesbaden kurz vor der Zwangsliquidation. Bis Sonntag wurde mit Investoren über eine Hilfe von zusätzlichen 200 Millionen Pfund verhandelt. Dieses Scheitern wird vom Konzernchef Peter Falkenhauser bedauert. Er sprach von einem tief traurigen Tag für das Unternehmen.

Auch die deutschen Veranstaltungstöchter Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Last Minute, Thomas Cook Signature und Air Marin haben nach dem Insolvenzantrag den Verkauf von Reisen komplett eingestellt. Es kann auch nicht gewährleistet werden, ob Reisen mit dem Abreisedatum 23. – 24. September stattfinden. Derzeit lotet das Unternehmen alle letzten Optionen aus, teilte Thomas Cook GmbH mit. Wenn diese Optionen scheitern, wird die Geschäftsführung auch für die Thomas Cook GmbH sowie weitere Unternehmen Insolvenz beantragen.

Rückholaktion für Urlauber ist gestartet

Derzeit sind rund 600.000 Touristen über Thomas Cook im Urlaub. Hierbei handelt es sich um 150.000 Briten und Zehntausende Urlauber aus anderen Ländern wie Skandinavien oder Deutschland. Der britische Außenminister Dominic Raab sagt den besorgten Urlaubern eine Hilfe durch die Regierung zu. Die zivile Luftfahrtbehörde stellte nach Angaben des Senders BBC bereits in der Nacht die ersten Maschinen zur Rückholung bereit. Die Rückholaktion trägt den Codenamen „Matterhorn“. Für die deutschen Urlauber sind Versicherer zuständig, die einspringen, wenn der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft pleite ist.

Dramatisch ist derzeit noch die Lage in Tunesien. Urlauber werden in Hotels festgehalten und genötigt, die Reise nochmals per Kreditkarte zu zahlen. Laut Reiserecht Anwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden ist der Reiseveranstalter seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen.

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