Bei Opel könnte eine eine Entlassungswelle drohen

Opel wird in Zukunft durch den neuen französischen Eigentümer PSA saniert und soll dadurch finanziell stabilisiert werden. Durch die hohen Lohnkosten in Deutschland ist das kaum möglich, da ist sich Joachim Cäsar-Preller, Rechtsanwalt aus Wiesbaden, sicher. Das wäre nur möglich, wenn tausende Mitarbeiter entlassen werden.

Mitarbeiterentlassungen sind unvermeidbar

Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem auch das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Um das Unternehmen Opel zu retten, wird es wahrscheinlich notwendig sein, die Zahl der Beschäftigten bis 2023 europaweit auf 24.800 Mitarbeiter zu senken. Das wären 12.400 Mitarbeiter weniger. Im August 2017, bei der Übernahme durch die PSA, sowie 5600 weniger Mitarbeiter als zum Jahresende 2018.

Teilverkauf des Entwicklungszentrums steht an

Beschäftigte in den deutschen Werken müssen sich laut dem Anwalt aus Wiesbaden noch keine finanziellen Sorgen machen. Bis zum 30.06.2019 sind diese Mitarbeiter vor einer betriebsbedingten Entlassung geschützt. Bislang hat Opel die Beschäftigten durch Vorruhestandsreglungen oder Abfindungen dazu bewegen können, das Unternehmen vorzeitig zu verlassen. „Aktuell steht auch ein Teilverkauf des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums an das Unternehmen Segula an. Dieser Verkauf soll bis Ende August abgewickelt sein.“, gab der Rechtsanwalt aus Wiesbaden bekannt.

Steigerung der Erlöse sind unwahrscheinlich

Die Berechnung des Instituts wird laut dem Anwalt aus Wiesbaden mithilfe der Vorgaben der Rentabilität, gemessen an einem Vergleich der Lohnkosten und dem Umsatz durchgeführt. Auch heute noch steht das Unternehmen Opel inklusive dem britischen Schwester-Unternehmen Vauxhall finanziell wesentlich schlechter da. Im Vergleich zu anderen PSA Marken Citroën und Peugeot. Die Kanzlei aus Wiesbaden geht nicht davon aus, dass sich die Erlöse im Hinblick auf den europäischen Markt in den nächsten Jahren verbessern. „Es muss eher davon ausgegangen werden, dass die Lohnkosten in Deutschland gesenkt werden müssen. Nebenbei verliert die Marke immer mehr an ihrer Eigenständigkeit.“, sagt Joachim Cäsar-Preller abschließend.

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